Mit System gegen übermäßiges Essen – Emotionales Essen

Emotionales Essen und ÜberGEWICHT

SelbstVERTRAUEN und SelbstWERT

Was hat das miteinander zu tun?

Es braucht einen anderen Weg als Diäten, um unserer Ess-Störung zu Leibe zu rücken…

Da unsere Gesellschaft stark von einem ergebnisfixierten Denken geprägt ist, kommt uns der prozessorientierte Ansatz der Selbstbegegnung erst einmal fremd vor. Der Gedanke, dass es nicht darum geht, gegen etwas in uns in Bezug auf unser Gewicht,  anzugehen, klingt für die meisten Menschen anfangs erst einmal verrückt. Ergebnisfixierte Menschen werden sich erst einmal fragen: Wie soll sich denn jemals etwas verändern, wenn ich nicht gegen meinen Ess-Druck ankämpfe oder ihn versuche zu kontrollieren?.

Dieser traditionellen Denkweise folgend glauben wir, einen Kampf oder eine Kontrolle aufzugeben, bedeutet, sich gehen zu lassen. Schließlich haben wir ja schon oft genug erlebt, wie wir uns in Zeiten ohne Reglementierung wahllos essend auf dem Sofa vor dem Fernseher wieder gefunden haben.

Aber was ist, wenn dieses Sich-Gehen-Lassen nur der zwangsläufige Gegenpol eines Sich-Druck-Machens ist?

Wenn es eine unumgängliche Folge von zu viel Anstrengung ist? 

Was ist, wenn das grundsätzliche Problem darin besteht, dass wir meinen, gegen uns kämpfen zu müssen?

Wenn wir für einen Moment Revue passieren lassen, was das Resultat all der Jahre ist, in denen wir mit all den Abnehmen-Strategien versucht haben, uns in den Griff zu bekommen?

Wird dann nicht deutlich, dass es so nicht funktionieren kann? Dass wir uns auf diese Weise nicht vom emotionalen Essen lösen konnten?

Es braucht einen anderen Umgang mit uns selbst. Eine andere innere Haltung.

Uns prozessorientiert zu begegnen, lässt uns etwas erleben, was die meisten von uns noch nicht kennen lernen konnten, nämlich sich selbst vertrauen zu können.

Das ergebnisfixierte Denken basiert auf der Grundannahme „Du bist noch nicht ok! Erst, wenn Du anders bist, bist Du in Ordnung!“ Diese Denktradition fordert uns immer wieder auf, uns mehr anzustrengen, um endlich „richtig“ zu sein. Weil wir nicht „richtig“ also „falsch“ sind, lehnen wir uns in der Gegenwart ab. Unser ganzes Hier und Jetzt ist von Anstrengungen, Druck und immer wieder auch von Schuld-  und Schamgefühlen bestimmt. Die meisten Menschen halten diese Anstrengung auf Dauer nicht aus. Sie entwickeln kompensierende Suchtstrukturen – wie beispielsweise das Emotionales Essen-, um den permanenten Druck zumindest zeitweilig entfliehen zu können. 

Das Scheitern von Diäten mit starren Plänen mag viele Gründe haben. Aber einer davon ist sicherlich, dass andere, nämlich emotionale und psychologische Faktoren, die das Essverhalten bestimmen, nicht berücksichtigt werden.

Emotionales Essen hat in den seltensten Fällen nur eine Ursache. In der Regel gibt es verschiedene Gründe, weshalb wir mit unserem Essverhalten kämpfen. Manche dieser Gründe erschließen sich uns recht schnell, bei anderen braucht es länger. Sie sind unter tieferen Bewusstseinsschichten verborgen.

Nur wenn man im Gestern die Gründe für dass Heute sucht, kann man verhindern, dass Morgen nicht nur eine Wiederholung des Heute ist.

Wir wollen uns bei einem wöchentlichen Erfahrungsaustausch dem Thema widmen, „Was bedeutet für uns Essen und in welchen Situationen greifen wir z.B. besonders zur Schokolade oder zu Kuchen?“ Wir wollen uns gemeinsam auf die Suche nach dem Erkennen von Auslösern für unkontrolliertes Essen machen und versuchen in Kontakt mit unserem inneren Kind zu kommen. Oftmals haben wir den Zugang zu diesem inneren Kind schon sehr früh verloren. Dieses Kind braucht aber unsere Fürsorge und Geborgenheit, damit es nicht mehr aus dem Untergrund mit unkontrolliertem Essen agieren muss.

Wir lernen den Ess-Druck nicht als Feind sondern als Hilferuf unseres Kindes zu erkennen und können so mit ihm arbeiten und wachsen.

Erst wenn wir im Hier und Jetzt anhalten und die aus dem inneren anklopfenden Prozesse zulassen und aufgreifen, können wir uns von innen neu entfalten. Erst dadurch entwickeln wir uns weiter und bleiben nicht mehr dieselbe Person, die wir jetzt sind und die von ihrem Ess-Druck überwältigt wird.

Erst dann ist unsere Zukunft eine wirklich Zukunft – nämlich eine weiterentwickelte Version unserer Gegenwart – und nicht nur eine Wiederholung unserer Vergangenheit.

Wir erkennen dann, daß das Essen und Zu-viel-Essen als Symptom für etwas anderes steht, nämlich z.B. für Kompensation, Stressreduktion, Schutz vor unliebsamen Anforderungen oder ähnlichem mehr.

Wenn es genügend Anfragen gibt, biete ich Ihnen 6 Gruppenabende für Übergewichtige, die gern dauerhaft Gewicht verlieren möchten und verstehen wollen, was SelbstVertrauen und SelbstWert damit zu tun haben.

Dieses Angebot ist zur Zeit wegen der Corona-Ansteckungsgefahr leider nicht möglich. Ich werde Sie hier informieren, sobald es wieder zu verantworten ist, dass man sich persönlich treffen kann.

 

Termine: Donnerstags
Uhrzeit: 18:00 bis 20:00 Uhr
Kosten: 20,-€ pro Abend – fortlaufenden Gruppe für 6 Termine
Ort: Praxis SystemBall

Zur Zeit keine Anmeldung möglich, ansonsten über das Kontaktformular oder per Telefon.

Die Teilnehmerzahl ist auf 8 begrenzt, damit es einen vertrauten Rahmen geben kann.